Deutsche Börse Photography Foundation
Kerstin Weiser erhält den diesjährigen HfG-Rundgangpreis der Deutsche Börse Photography Foundation für ihr Projekt „Von Sandburg zu Sandburg“. Der jährlich vergebene Preis zeichnet Studierende an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach am Main aus, die sich mit dem Medium Fotografie auseinandersetzen. Im Rahmen ihres Engagements zur Förderung junger Künstler*innen vergibt die Stiftung die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung seit 2010. Die Verleihung erfolgte am 10. Juli im Rahmen des Rundgangs an der Hochschule in Offenbach. Die diesjährigen Jurymitglieder waren die Fotografin Barbara Klemm, Alexandra Lechner, Geschäftsführerin des Fotografie Forum Frankfurt, und Cornelia Siebert, Junior Kuratorin der Deutsche Börse Photography Foundation.
Kerstin Weiser überzeugte die Jury mit ihrer Serie „Von Sandburg zu Sandburg“, in der sie den Spielplatz als gestalteten Erfahrungsraum untersucht und sich mit dessen spezifischer Architektur auseinandersetzt. Dabei richtet sie ihre Aufmerksamkeit insbesondere auf die skulptural erscheinenden Spielgeräte in intensiven Primärfarben und ausgefallenen Formen. In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung, die sie in Deutschland begann und in Japan fortführte, sind diese Ausgangspunkt einer durchdachten Inszenierung. Weiser lässt Personen in farblich abgestimmter Kleidung auf die Geräte klettern und fotografiert sie so, dass ihre Körper als Fortsetzungen der organisch gestalteten Objekte erscheinen. Die Spielgeräte erscheinen so nicht länger als Gebrauchsobjekte, sondern als surreale, autonome Formen. Der Einsatz eines harten Blitzlichts verleiht den aufgenommenen Strukturen darüber hinaus eine nahezu abstrakte und grafische, zweidimensionale Anmutung. Mit einer ebenso eigenständigen wie kraftvollen Bildsprache gelingt es Kerstin Weiser in „Von Sandburg zu Sandburg“, unsere Sehgewohnheiten durch ungewöhnliche Perspektive herauszufordern. Durch den gezielten Einsatz ihrer Kamera schafft sie eine Inszenierung, die den Spielplatz zugleich als realen Ort und abstrakten Bildraum erfahrbar macht.
Kerstin Weiser wurde 1999 in Bingen am Rhein geboren und studiert im Fachbereich Kunst an der HfG.
Weitere Arbeiten von Kerstin Weiser sind noch bis zum 16. August in der Gruppenausstellung „Worlds within Worlds“ in The Cube in Eschborn zu sehen. Die von der Deutsche Börse Photography Foundation initiiere Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt von Studierenden der Fotografie an der Hochschule für Gestaltung Offenbach sowie Studierenden des Masterprogramms Curatorial Studies der Goethe-Universität Frankfurt und der Städelschule Frankfurt. Informationen zum Besuch finden Sie unter: www.deutscheboersephotographyfoundation.org
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Über die Deutsche Börse Photography Foundation
Die Deutsche Börse Photography Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, die sich dem Sammeln, Ausstellen und Fördern von zeitgenössischer Fotografie widmet. Sie verantwortet die Weiterentwicklung und Präsentation der Art Collection Deutsche Börse, die mittlerweile über 2.400 fotografische Arbeiten von rund 180 Künstler*innen aus 40 Nationen umfasst. Auf ihren Ausstellungsflächen in Eschborn bei Frankfurt am Main zeigt die Stiftung mehrere Ausstellungen pro Jahr, die öffentlich zugänglich sind. Die Unterstützung junger Künstler*innen ist ihr ein besonderes Anliegen, sie fördert sie auf vielfältige Weise: mit Auszeichnungen, Stipendien oder durch die Beteiligung am Talent-Programm des Fotografiemuseum Amsterdam Foam. Gemeinsam mit der Photographers’ Gallery in London vergibt sie jährlich den renommierten Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Des Weiteren unterstützt die Stiftung Ausstellungsprojekte internationaler Museen und Institutionen und fördert den wissenschaftlichen Dialog über das Medium Fotografie sowie die kuratorische Praxis.
www.deutscheboersephotographyfoundation.org
Über die Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
Die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach ist eine Kunsthochschule des Landes Hessen. Ihre Tradition reicht zurück bis ins Jahr 1832, in welchem sie als Handwerkerschule gegründet wurde. Bald darauf wurde sie zu einer Kunstgewerbeschule, in der gleichzeitig handwerkliche, künstlerische und theoretische Fächer unterrichtet wurden. 1970 erfolgte die Umwandlung in eine Hochschule mit Universitätsrang. Mit Bezug auf die Ausbildungs- und Forschungsmodelle des Bauhaus und der Hochschule für Gestaltung Ulm praktiziert die HfG Offenbach eine zukunftsorientierte Lehre, die zu großen Anteilen auf individueller Einzelbetreuung und Mentorship basiert: Kunst, Medien und Design werden in einer modularen Studienstruktur gelehrt.
www.hfg-offenbach.de
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